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Ministerium für auswärtige Angelegenheiten

Drei Parteien und 14 Minister/innen in der neuen finnischen Regierung - Botschaft von Finnland, Berlin : Aktuelles

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Nachrichten, 29.05.2015 | Botschaft von Finnland, Berlin

Drei Parteien und 14 Minister/innen in der neuen finnischen Regierung

Die neue finnische Regierung unter Juha Sipilä, Vorsitzender der Zentrumspartei, hat am 29. Mai 2015 ihre Arbeit aufgenommen.
In der neuen Regierung sind drei Parteien vertreten: die Zentrumspartei, die Nationale Sammlungspartei und die Partei „Die Finnen” (ehemals „Wahre Finnen”). 

Foto: Sakari Piippo / Valtioneuvoston kanslia
Sipilä Stubb Soini
Minister für auswärtige Angelegenheiten Timo Soini, Ministerpräsident Juha Sipilä und Minister der Finanzen Alexander Stubb. 

Die Zentrumspartei ist mit 6 Ministern und die Nationale Sammlungspartei sowie die Partei „Die Finnen” mit jeweils 4 Ministern in der neuen Regierung vertreten. Das finnische Parlament besteht aus 200 Abgeordneten, von denen 124 aus den Regierungsparteien kommen.

Die Regierung unter Ministerpräsident Alexander Stubb überreichte dem Staatspräsidenten Sauli Niinistö ihr Rücktrittgesuch. Anschließend ernannte der Staatspräsident die neuen Minister/innen.

Minister/innen der Zentrumspartei:
Juha Sipilä (Parteivorsitzender), Ministerpräsident
Olli Rehn, Minister für Wirtschaft
Juha Rehula, Minister für Familien, Sozial- und Gesundheitsdienste im Ministerium für Soziales und Gesundheit (ab 2017 Annika Saarikko)
Kimmo Tiilikainen, Minister für Landwirtschaft, Forsten und Umwelt
Anne Berner, Ministerin für Verkehr, Medien und Telekommunikation
Anu Vehviläinen, Ministerin für Kommunen und Reformen

Minister/innen der Nationalen Sammlungspartei
Alexander Stubb (Parteivorsitzender), Minister der Finanzen
Lenita Toivakka, Ministerin für Außenhandel und Entwicklung
Sanni Grahn-Laasonen, Ministerin für Bildung, Forschung und Kultur
Petteri Orpo, Minister des Innern

Minister/innen der Partei „Die Finnen”
Timo Soini (Parteivorsitzender), Minister für auswärtige Angelegenheiten
Jussi Niinistö, Minister der Verteidigung
Jari Lindström, Minister für Justiz und Arbeit
Hanna Mäntylä, Ministerin für Soziales und Gesundheit

Deutliche Mehrheit bei der Wahl

Die Regierungsparteien haben mit 124 Sitzen (von 200) die Mehrheit im Parlament. Bei der Parlamentswahl im April erhielt die Zentrumspartei 49 Sitze und somit 14 Sitze mehr als bei der Parlamentswahl 2011. Die Partei „Die Finnen” verlor zwar einen Sitz, ist aber dennoch mit 38 Sitzen jetzt die zweitgrößte Partei im Parlament. Die Nationale Sammlungspartei bekam zwar mehr Stimmen bei der Wahl als die Partei „Die Finnen”, erhielt aber einen Sitz weniger und ist mit 37 Sitzen im Parlament vertreten. Die Partei verlor 7 Sitze.

Die Sozialdemokratische Partei, die bisher in der Regierung vertreten war, verlor 8 Sitze und ist nun mit 34 Abgeordneten im Parlament vertreten.

Die Grünen steigerten sich von 10 auf 15 Sitze. Das Linksbündnis verlor zwei Sitze und ist nun mit 12 Sitzen im Parlament vertreten. Die Schwedische Volkspartei stellt weiterhin 9 Sitze, während die Christdemokraten 2 Sitze verloren und nun 5 Abgeordnete im Parlament haben.

Die meisten Stimmen bekamen die Parteivorsitzenden. Juha Sipilä von der Zentrumspartei bekam 30.733 Stimmen, Timo Soini von der Partei „Die Finnen” 29.441 Stimmen und Alexander Stubb von der Nationalen Sammlungspartei 27.003 Stimmen.

Die Wahlbeteiligung belief sich auf 70,1 %. Bei der Parlamentswahl 2011 lag die Wahlbeteiligung mit 70,5% etwas höher.


Ziel der Regierung Sipilä

Ziel der Regierung Sipilä: 

Finnland im Jahre 2025 ist ein erneuerungsfähiges, fürsorgliches und sicheres Land, in dem jeder  Einzelne zählt. In unserer Gesellschaft herrscht Vertrauen.

In Finnland besteht ein ethisch nachhaltiges Gleichgewicht zwischen den Pflichten der Bürger und der Verantwortung der Gesellschaft. Es besteht ein starkes Solidaritätsgefühl. In Finnland wird für alle Generationen gesorgt und rechtzeitig geholfen.

Die Bürger haben die Freiheit und Verantwortung, ihr Leben und das ihrer Familie und Angehörigen zu gestalten. Wir haben Vertrauen zu- und Achtung füreinander. Wir treffen Vereinbarungen und kommen mit weniger Regelungen zurecht.

Die Ein- und Ausgaben der öffentlichen Hand sind ausgewogen und wir leben nicht auf Pump. Fleiß, Arbeit und Engagement werden belohnt. Eine wachsende Wirtschaft basiert auf gutem Management, engagiertem Unternehmertum und Eigenverantwortlichkeit sowie auf dem Einsatz aller Ressourcen unseres Landes.

Finnland ist ein offenes und internationales sowie durch seine Sprachen und seine Kultur reiches Land. Die Wettbewerbsfähigkeit des Landes basiert auf einem hohen Know-how, einer nachhaltigen Entwicklung sowie auf einer unvoreingenommenen Haltung zur Erneuerung unter dem Einsatz von Experimenten und Digitalisierung. Finnland ermutigt seine Bürger zu Erneuerung, Kreativität und Neugier. Auch Misserfolge sind erlaubt, aus Fehlern wird gelernt.

Gemeinsam mit den Bürgern werden auch schwierige Entscheidungen zur Sicherung des künftigen Wohlstandes getroffen. Eine offene und positive Einstellung zueinander und der uns umgebenden Welt macht Finnland zu einem einzigartigen und lebenswerten Land.

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Aktualisiert 17.06.2015


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