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Ministerium für auswärtige Angelegenheiten

Partnerstädte immer noch wichtig - Botschaft von Finnland, Berlin : Aktuelles

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Nachrichten, 23.09.2010 | Botschaft von Finnland, Berlin

Partnerstädte immer noch wichtig

Städtepartnerschaften, von denen die ersten seit 1954 bestehen, schaffen immer wieder neue Verbindungen zwischen Finnen und Deutschen. Für die Lebendigkeit der kommunalen Beziehungen spricht, dass am 18. September sowohl der 25. Jahrestag der Städtepartnerschaft Lappeenranta-Schwäbisch Hall als auch der Abschluss eines neuen Vertrages zwischen Kerava und Aschersleben gefeiert wurden.

Foto: www.landesgartenschauaschersleben2010.deAscherslebens Oberbürgermeister Andreas Michelmann und Keravas Stadtdirektor Petri Härkönen unterzeichneten am 18. September 2010 in Aschersleben den Vertrag über die Partnerschaft ihrer Städte.

Was haben Lappeenranta und Schwäbisch Hall gemeinsam? Oder Kerava und Aschersleben? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, aber es sind Partnerstädte. Lappeenranta und Schwäbisch Hall feierten am 18. September ihre schon 25 Jahre bestehenden Freundschaftsbeziehungen. Aus Kerava und Aschersleben dagegen wurde am selben Tag das neueste und zwar 67. finnisch-deutsche Partnerstadtpaar.

Auswahlkriterium für die Partnerstädte beziehungsweise kommunalen und regionalen Partnerschaften sind häufig regionale Ähnlichkeiten. Was die durch das Skispringen bekannten Partnerstädte Garmisch-Partenkirchen und Lahti verbindet, bedarf wohl keiner Erklärung. Aber das ist nicht immer so.

Ascherslebens Oberbürgermeister Andreas Michelmann stellte dann auch in seiner Festrede am 18. September fest, dass Kerava und Aschersleben zwar beides Städte mit etwa 30 000 Einwohnern, aber ansonsten doch sehr gegensätzlicher Art seien. Kerava ist eine junge, dicht besiedelte Stadt, deren Einwohnerzahl seit den 1980er Jahren um ein Drittel zugenommen hat. Aschersleben ist dagegen von der Fläche her weitaus größer, aber seine Einwohnerzahl hat in den letzten 30 Jahren um ein Drittel abgenommen.

(c) www.landesgartenschauaschersleben2010.deKeravas Stadtdirektor Petri Härkönen lieferte beim Gummistiefelweitwerfen voller Eleganz eine Probe seines Könnens.

Trotz der Unterschiede wurde der – zunächst auf fünf Jahre befristete – Partnerstadtvertrag mit Begeisterung geschlossen. Anlässlich der Vertragsunterzeichnung wurde im Rahmen der Landesgartenschau Sachsen-Anhalt ein Finnland-Tag durchgeführt, der unter Leitung des Landesvereins der Deutsch-Finnischen Gesellschaft stand. Das Programm der Veranstaltung sah unter anderem Handyziel- und Gummistiefelweitwerfen vor. Bei letztgenanntem Wettbewerb zeigten auch die Stadtväter Proben ihres Könnens. Keravas neugewählter Stadtdirektor Petri Härkönen hatte auch gleich eine Einladung für Ascherslebener Künstler in seine Stadt im Reisegepäck.

Riihimäki und Bad Segeberg schon seit 56 Jahren Partner

Dass zwischen Finnland und Deutschland traditionell gute Beziehungen herrschen, spiegelt sich auch in der Anzahl der bestehenden kommunalen und regionalen Partnerschaften wider.

(c) Urpu-Kaarina Yli-LaurilaAuf dem vom Finnisch-Deutschen Verein in Riihimäki veranstalteten deutschen Weihnachtsmarkt gab es auch wohlschmeckende Bratwürste. Die Grillmeisterinnen auf unserem Foto sind Marjatta Salonen (rechts), Marja-Liisa Jussila und Suoma Hyttinen. Foto: Urpu-Kaarina Yli-Laurila.

Die erste Städtepartnerschaft wurde bereits 1954 zwischen Riihimäki in Südhäme und Bad Segeberg in Schleswig-Holstein geschlossen. Bei der Pflege der nach wie vor engen Beziehungen wird die Stadt Riihimäki vom örtlichen Finnisch-Deutschen Verein unterstützt. Beispielsweise waren auf dem deutschen Weihnachtsmarkt, der vom Verein in den letzten drei Jahren in Riihimäki veranstaltet wurde, immer auch Vertreter aus Bad Segeberg dabei.

Beziehungen zwischen den Menschen am wichtigsten

„Für mich ist bei den kommunalen Partnerschaften wichtig, dass die einzelnen Bürger persönliche Freundschaften im anderen Land schließen können. Große Bedeutung hat in dem Zusammenhang der Schüleraustausch. Im vergangenen Jahr funktionierte er in Riihimäki wieder, und wir konnten drei Gymnasiasten aus Bad Segeberg bei uns begrüßen. In diesem Jahr reisten entsprechend drei Jugendliche aus unserer Stadt nach Bad Segeberg“, berichtet Urpu-Kaarina Yli-Laurila, Vorsitzende des Finnisch-Deutschen Vereins Riihimäki.

Oft geht die Initiative zu einer kommunalen oder regionalen Partnerschaft von enthusiastischen Privatpersonen aus: von in Deutschland lebenden Finnen und in Finnland lebenden Deutschen, deren Ehepartnern und von aktiven Mitgliedern der Finnisch-Deutschen Vereine oder der Deutsch-Finnischen Gesellschaft.

Der Schüleraustausch und die verschiedensten in Zusammenarbeit realisierten Kulturveranstaltungen sind wichtige Formen der kommunalen Partnerschaft, mit denen Kontakte zwischen den Bürgern geknüpft werden. Durch die Partnerschaften soll jetzt auch die Herstellung neuer kommerzieller Beziehungen gefördert werden.

Links:
Kommunale und regionale Partnerschaften auf dem Webauftritt der Deutsch-Finnischen Gesellschaft 

Landesgartenschau Aschersleben

Text: Sara Henttonen

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Aktualisiert 10.08.2011


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