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Ministerium für auswärtige Angelegenheiten

Geänderte Einfuhrbestimmungen für Heimtiere ab 3.7.2004 - Botschaft von Finnland, Berlin : Aktuelles

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Nachrichten, 12.01.2004 | Botschaft von Finnland, Berlin

Geänderte Einfuhrbestimmungen für Heimtiere ab 3.7.2004

NEU! Die Forderung nach individueller Kennzeichnung der Tiere sowie die bei der Einfuhr von Heimtieren aus Drittländern verlangte Tollwut-Antikörperbestimmung. Die neuen Anforderungen gelten für Hunde und Katzen sowie für Frettchen.

Die Einfuhrbestimmungen für Heimtiere werden in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ab 3.7.2004 harmonisiert. Von dem Zeitpunkt an gilt die Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates. In ihr werden die Bestimmungen geregelt, die beim Transportieren von Heimtieren zwischen EU-Mitgliedstaaten sowie bei ihrer Einfuhr aus Drittländern einzuhalten sind.

Aus Deutschland und aus anderen EU-Mitgliedstaaten nach Finnland

Beim Transportieren von Hunden, Katzen und Frettchen zwischen EU-Mitgliedstaaten muss das betreffende Tier
- mit einem Mikrochip oder einer deutlich erkennbaren Tätowierung gekennzeichnet sein - NEU!
- gegen Tollwut geimpft sein. Für jedes Tier muss ein Heimtierausweis (sog. Heimtierpass) mit Angaben über das Tier und seinen Eigentümer sowie über die Impfungen des Tieres mitgeführt werden.
- Hunde und Katzen, die nach Finnland mitgebracht werden, müssen außerdem den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen entsprechend gegen Echinococcose erregende Bandwürmer behandelt worden sein. Das Muster für den Heimtierpass ist für die gesamte EU einheitlich.

Aus Drittländern

Werden Hunde, Katzen und Frettchen aus Drittländern in die EU eingeführt, muss jedes Tier mit einem Mikrochip oder einer deutlich erkennbaren Tätowierung gekennzeichnet und gegen Tollwut geimpft sein. Außerdem sind bei jedem Tier die Tollwut-Antikörper zu bestimmen. Diese Bestimmung muss in einem zugelassenen Labor (in Finnland EELA) erfolgen, und der Gehalt an neutralisierenden Antikörpern in der entsprechenden Probe muss mindestens 0,5 IE/ml betragen. Das Blut für diese Untersuchung ist mindestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung, jedoch drei Monate vor der Einfuhr zu entnehmen. Diese Frist von drei Monaten gilt nicht für Tiere, die aus einem Mitgliedstaat der EU stammen und vor der Ausfuhr in ein Drittland untersucht worden sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Tier aus Finnland zu einem kurzen Besuch nach Russland mitgenommen wird. Für das Tier ist eine vom Amtstierarzt ausgestellte Bescheinigung oder ein anderes Dokument mitzuführen, aus denen hervorgeht, dass die Einreisebestimmungen erfüllt werden. Bei aus EU-Mitgliedstaaten stammenden Tieren kann auch der sog. Heimtierpass vorgelegt werden. Bei der Einfuhr von Hunden und Katzen nach Finnland wird außerdem eine Bandwurmbehandlung verlangt.

Für die Einfuhr von Heimtieren aus solchen nicht der Gemeinschaft angehörenden Staaten, die entweder tollwutfrei sind oder in denen die Tollwut unter Kontrolle ist, gelten die gleichen Bestimmungen wie bei der Einfuhr aus EU-Mitgliedstaaten, d. h. es wird keine Tollwut-Antikörperbestimmung verlangt. Diese Drittländer, zu denen u. a. Norwegen, Island und die Schweiz gehören, sind dem Anhang der Verordnung zu entnehmen. Die Liste der Länder wird zu einem späteren Zeitpunkt vervollständigt.

Werden Hunde und Katzen aus anderen EU-Mitgliedstaaten nach Schweden, Irland und in das Vereinigte Königreich mitgenommen, ist jedoch weiterhin eine Tollwut-Antikörperbestimmung erforderlich. Die drei Länder beschließen auf nationaler Ebene über den Zeitpunkt, an dem die Blutprobe für die Untersuchung entnommen werden muss. Auch die gegenwärtig in Schweden und im Vereinigten Königreich geltenden Forderungen nach einer Behandlung gegen Echinococcose sowie gegen Zecken bleiben bestehen. Bei der Einreise nach Schweden wird mit Wirkung vom 3.7.2004 auf die Registrierung und auf die Leptospirose- und Staupeimpfungen für Hunde verzichtet. Die für Hunde und Katzen geltenden Einfuhrbestimmungen des Vereinigten Königreichs bleiben im Wesentlichen unverändert.

Weitere Informationen:
Ministry of Agriculture and Forestry siehe Link unten
(Land- und Forstwirtschaftsministerium)
Veterinary Services
tiia.tuupanen@mmm.fi
Tel.: +358-9-160 52 787

Ministry of Agriculture and Forestry

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Aktualisiert 12.01.2004


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