
Staatspräsident a. D. Ahtisaari hielt bei der Preisverleihung eine Ansprache. Foto: Erja Tikka
Der frühere finnische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari wurde am vergangenen Sonntag mit dem Weltwirtschaftspreis 2012 des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel geehrt. Mit der Auszeichnung werden die aktive Beteiligung an der öffentlichen Wirtschaftsdiskussion und das Bemühen anerkannt, die Probleme der Weltwirtschaft zu lösen.
Es werden immer drei Preise zugleich verliehen: an einen Politiker, an einen Wirtschaftswissenschaftler und an einen Vertreter der Wirtschaft. Außer Ahtisaari wurden die Amerikaner Nathan Eagle und Daniel Kahneman mit dem Preis geehrt. Bundespräsident Joachim Gauck hielt eine Rede in der Veranstaltung.
Auch Kahneman ist – wie Ahtisaari – Nobelpreisträger. Bundespräsident Joachim Gauck, der der Preisverleihung als Ehrengast beiwohnte, hielt eine Rede, in der er den Preisträgern gratulierte. Ahtisaari zollte er Anerkennung, indem er auf dessen Leistungen als Friedensvermittler auf drei Kontinenten einging – in Südwest-Afrika, im Kosovo und in Aceh. Ahtisaari habe geholfen, Spannungen abzubauen, und damit vielen Opfern der Konflikte die Rückkehr in ein normales Leben und in die Freiheit ermöglicht.
Der von Kieler Institut in Gemeinschaft mit der Handelskammer Schleswig-Holstein und der Stadt Kiel gestiftete Preis wird Persönlichkeiten verliehen, die einen bedeutenden Beitrag zur Lösung der Probleme der Weltwirtschaft und zur Verbesserung der Kommunikation zwischen den verschiedenen Gruppen der Gesellschaft geleistet haben.
In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Jean-Claude Trichet, damaliger Generaldirektor der Europäischen Zentralbank, Lawrence Summers, emeritierter Professor an der Harvard-Universität und ehemaliger Berater von Präsident Barack Obama sowie Victor L.L. Chu, Direktor der Investitionsbank Hongkong, mit dem Weltwirtschaftlichen Preis 2012 geehrt.
Rede von Bundespräsident Gauck
Text: Suvi Uoti Foto: Erja Tikka