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Sami Hilvos Roman „Die Schnapskarte“ ist Buch des Monats - Botschaft von Finnland, Berlin : Aktuelles

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Nachrichten, 03.05.2012 | Botschaft von Finnland, Berlin

Sami Hilvos Roman „Die Schnapskarte“ ist Buch des Monats

Sami HilvoAutor Sami Hilvo

Für Mai haben die Nordischen Botschaften „Die Schnapskarte“ zum Buch des Monats gewählt. In diesem viel diskutierten Roman von Sami Hilvo geht es um Liebe und Homosexualität im Finnland der 40er Jahre und der Gegenwart. Am 14.5. lädt die Botschaft von Finnland zu einer Lesung ein, bei der Daniel Schreiber, Journalist bei Cicero, moderiert und der Schauspieler Henning Vogt Auszüge aus dem Roman liest.

In seinem Roman „Die Schnapskarte” erzählt Sami Hilvo von Mikael, der durch Zufall Einblick in das verborgene Liebesleben seines Großvaters erhält, der einst Soldat und örtlicher Polizeichef war. Der Autor behandelt in seinem Buch das Thema Homosexualität im Finnland der 40er Jahre und der Gegenwart.

Hilvo (geb. 1967) lebt in Helsinki und Warschau. Er arbeitet als Übersetzer, Dolmetscher und Schriftsteller. „Die Schnapskarte“ ist sein erster Roman.

SchnapskarteDer Männerschwarm Verlag veröffentlichte Sami Hilvos Roman „Die Schnapskarte“ im Jahr 2012.

Neue Konstellation rief Diskussionen hervor
 

Als das Buch 2010 in Finnland erschien, entfesselte es Diskussionen und brachte auch Vorurteile an den Tag. Die Liebe zwischen zwei Soldaten war in Finnland noch bis in die 2010er Jahre ein Tabu. Aber der Roman rüttelte auch am finnischen Mythos vom Kriegsheldentum: Hilvos Soldaten sind Menschen, die fliehen, Amphetamine nehmen und auch auf die eigenen Leute schießen.

Vom Großvater hat Mikael nicht nur das Haus geerbt, sondern auch den Hang, seinen Kummer im Alkohol zu ertränken. Symbol dafür ist die aus Kriegszeiten stammende Schnapskarte des Großvaters, die diesem als Versteck für das Foto seines Geliebten Toivo diente.

Hilvo lässt in seinem Roman mehrere Handlungen parallel laufen: Das sind die Liebe zwischen Großvater Urho und dessen Freund Toivo, der Zweite Weltkrieg und Mikaels Persönlichkeitsentwicklung. Gerade für diese Entwicklung ist die Feststellung, dass sein Großvater „eine Leiche im Keller“ hatte, ein wichtiger Schlüssel: Mikael hat nun jemanden, mit dem er sich auch in der Liebe identifizieren kann.

„Die Schnapskarte“ basiert zum Teil auf Kriegstagebucheinträgen aus dem Finnischen Nationalarchiv sowie auf dem Briefwechsel zwischen zwei Frontsoldaten.

Henning Vogt liest Auszüge aus Hilvos Roman

Am 14. Mai um 19.00 Uhr können Sie im Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften (Rauchstraße 1, Berlin-Tiergarten) Auszüge aus dem Roman „Die Schnapskarte“ hören, gelesen von Henning Vogt, dem u. a. vom Deutschen Theater her bekannten Schauspieler.

Moderator der Veranstaltung ist Daniel Schreiber, Leiter des Ressorts Salon beim Magazin CICERO und Autor der Biografie „Susan Sontag. Geist und Glamour“ (Aufbau-Verlag).

Der Eintritt zur Lesung ist frei. Wegen der begrenzten Anzahl an Sitzplätzen wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten: essi.kalima@formin.fi

Das Buch des Monats wurde von Angela Plöger in Deutsche übersetzt. Die deutschsprachige Ausgabe des Buchs ist im Mai im Felleshus, dem Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften, erhältlich.

Die Lesung: Sami Hilvo, Die Schnapskarte

 

Montag, den 14. Mai 2012 um 19.00 Uhr
Felleshus, im Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften
Rauchstr. 1, 10787 Berlin-Tiergarten

Bus 100, 200, 106 und 187

Autor Sami Hilvo ist anwesend
Vorleser: Henning Vogt
Moderator: Daniel Schreiber

Der Eintritt zur Lesung ist frei.
Anmeldung gebeten: essi.kalima@formin.fi

 

Text: Maria Heiskanen-Schüttler

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Aktualisiert 11.05.2012


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